Neumond in Zwillinge 2014

Neumond in Zwillinge
28.05.2014 – 20.14‘13‘‘ Uhr – Düsseldorf

Radix

Wir sehen im Bild oben eine dreifache blaue Linien-Bündelung. Wenn man diesen Punkt mit dem Mittelpunkt des Radix verbindet, richtet sich der Pfeil nach oben ins Zeichen Jungfrau im Talpunkt 9 und etwas dahinter:
Wir können unsere Konzentration auf die wesentlichsten Ziele im Leben finden und die allzu vielseitigen Interessen bündeln, damit diese Ziele erreichbar sind.

Mit Gefühl und Verstand Informationen aufnehmen, partnerschaftlich in Fairness sondieren, was davon brauchbar -und für die innere Sicherheit relevant- übrig bleibt. Vielleicht hat die Zeit seit dem letzten Vollmond durch gute Begegnungen nun Früchte getragen.
Unruhe auf der Beziehungsebene konstruktiv in intelligente Lösungen überführen, sonst drohen Verluste (Mars im Schatten vor 11) und Niederlagen bei illusionärem Taktieren (Neptun im Schatten vor 4).
Venus-Merkur-Mondknoten stehen abgelöst und wir beklagen evtl. Dinge, die wir ja gerade ändern sollten.

Durchatmen und überschlafen, am nächsten Morgen beginnt der neue Tag. Er wirft neues Licht auf alle bestehenden Themen und mit reiflicher, realistischer Betrachtung lassen sich rechte Wege finden!

Gabriele

Veröffentlicht in Analyse der Zeitqualität, Astrologie Düsseldorf, Astrologie Schule, Astrologin in Düsseldorf und verschlagwortet mit .

Ein Kommentar

  1. Aus dem Buch „Die Tierkreiszeichen Reflexionen Meditationen“ von Louise Huber:

    Merkpunkte

    Zwillinge: 3. Zeichen im Zodiak
    Monat: 22. Mai – 21. Juni
    Kreuz: veränderlich
    Temperament: Luft
    Vollmond: Sonne in die Zwillinge
    Mond im Schützen
    Häuser: 3. Haus / 9. Haus
    Denkachse
    Problematik: kollektive Denknormen / eigenes Weltbild
    Planetenherrscher: exoterisch: Merkur
    esoterisch: Venus
    Saatgedanke:
    „Ich erkenne mein anderes Selbst, und indem dieses schwindet, wachse und erglühe ich.“

    … Übermittlungsprozeß

    Und damit kommen wir zu der besonderen Qualität des Zwillingszeichens: Übermittlung geistiger Energien. Es ist ein Zeichen, das Beziehungen schafft, das zwischen den Gegensatzpaaren das Übereinstimmende, das Verbindende aufzeigt. Merkur als Herrscher dieses Zeichens wird im alten Mythos der „geflügelte Götterbote“ genannt, der „Botschaften zwischen den Göttern und den Menschen mit Lichtgeschwindigkeit hin- und herträgt“.

    Bewegung durch den Raum

    … Das Zeichen Zwillinge gehört zum beweglichen Kreuz. Es stellt sozusagen den Prototyp dieses Kreuzes dar, während Stier das fixe und Widder das kardinale Kreuz am stärksten zum Ausdruck bringen. Für den großen, in den Zwillingen stattfindenden Übermittlungsprozeß wurde der Impuls im Widder gegeben. Im Stier wurde die Idee geschaut, empfangen, in die Substanz der Wunschnatur gekleidet, in den Gefühlskörper eingepflanzt, und in den Zwillingen kommt diese Energie in den ätherischen Bereich, in das Denken der Menschen.

    Als bewegliches Luftzeichen durchdringt es ja alles, dringt in alles ein. Deshalb fließen die Energien in die Verzweigungen aller Lebensgebiete, in die Mannigfaltigkeit der Erscheinungen. In den Zwillingen wird, symbolisch gesprochen, das im Stier erschaute Licht bis in die letzte Zelle des Körpers verteilt. Vom esoterischen Standpunkt aus, hat deshalb dieser Prozeß mit der Transfiguration, der Verklärung der Persönlichkeit, zu tun.

    Mit dem Zeichen Zwillinge kommt zur Entwicklung noch die Zeitdimension hinzu. Raum und Zeit treffen sich hier. Wie wir uns erinnern, haben wir uns im Stier einen Raum geschaffen. Im Zwilling können wir uns durch diesen Raum bewegen. Der Zwilling bleibt nicht am Ort sitzen; er geht zum nächstliegenden, objektiven Gegenstand hin und betrachtet ihn; er will ihn näher kennenlernen, wissen, wie er beschaffen ist, woraus er besteht. Indem wir uns durch den Raum bewegen, entdecken wir auch Menschen und erkennen, daß wir nicht alleine sind. Nachbarn, Geschwister, Bekannte und Verwandte sind da. Wir gehen zu ihnen hin; wir begegnen ihnen und erfahren etwas von ihnen.

    Wir können viel lernen, wenn wir unseren Umraum mit wachem Bewußtsein und mit aktiver Intelligenz in uns aufnehmen. Im Zwillings-Monat sammeln wir Informationen, Erkenntnisse. Wir können aber auch etwas fragen:
    „Wie denken die andern über mich? Wie beurteilen sie mein Verhalten?“ Man kann sich auch selbst begegnen.

    Das Zwillings-Symbol

    Das Symbol des Zeichens Zwilling zeigt oben und unten je eine Schale, die durch zwei vertikale Linien von oben nach unten verbunden sind: Die eine senkrechte Linie versinnbildlicht den Stand der Persönlichkeit und stellt die
    „ICH-Rune“ dar. Zwei senkrechte Linien versinnbildlichen einen zweifachen Stand der Persönlichkeit, eine Doppel-
    Natur. Es sind die „zwei Seelen in meiner Brust“, die soviel besungen werden.

    Es ist schwer, in das eigentlich, tiefere Wesen des Zwillings einzudringen, weil er sich oft anders gibt, als er wirklich ist. Was ihn einerseits gewandt, anpassungsfähig und diplomatisch auftreten läßt, kann sich auf der anderen Seite als etwas Schlaues und Raffiniertes im Charakter ausdrücken. Sein Hauptproblem ist deshalb die Dualität und die Vielheit. Dies sind auch die Prüfungen auf dem geistigen Pfad. Er kann sich in der Vielfältigkeit der Formenwelt allzu leicht verlieren und erkennt dann keinen Wertunterschied mehr. Viele Dinge, die in ihrer Qualität verschieden sind, werden gleichgemacht, und die richtige Proportion oder das Verhältnis zu anderen Wertunterschieden wird nicht beachtet. Dadurch wird die innere und wertvollere Bedeutung einer Sache, eines Menschen oder einer Weltanschauung oftmals übersehen.

    Dies wird ebenfalls durch das Zwillings-Symbol ausgedrückt. Die obere offene Schale stellt bildlich das empfangende Prinzip dar. Alles wird aufgenommen, Materielles oder Geistiges, Gutes oder Schlechtes, Wertvolles oder Wertloses. Alles dringt durch diese Schale hindurch, wird gleichsam durch die Persönlichkeit, durch das ICH, filtriert und an die Umwelt weitergegeben. Das Ausströmen von Kräften, von Wissen und von Qualitäten wird durch die untere Schale symbolisiert. Es ist das Große vermittelnde Prinzip, von dem wir eingangs gesprochen haben. Das bewegliche Kreuz, das Luftelement, sowie die mentale Wendigkeit des Herrschers Merkur, bringen dies zustande. Vermittlung ist eine der wichtigsten Fähigkeiten, aber auch eine der größten Schwierigkeiten dieses Zeichens.

    Die Planetenherrscher

    Merkur als vermittelndes Prinzip bringt die Beziehung zwischen den zwei Polen der Persönlichkeit, Seele und ICH, in ein aktives Stadium der Begegnung. Der esoterische Herrscher der Zwillinge ist Venus, die mit ihrer vereinigenden Qualität die Dualität auflöst und in eine „bewegliche Synthese“ verwandelt wie es esoterisch ausgedrückt wird. Die Verschmelzung der polaren Gegensatzpaare erfolgt im Bewußtsein durch die alles einbeziehende Liebe. Um diese Synthese der Gegensätze, um die Aussöhnung zwischen ihm und den anderen Menschen muß sich der geistig strebende Zwilling bemühen. Die Wendigkeit des Merkur soll sich mit der Weisheit und dem Wertgefühl der Venus verbinden; so wird die Fähigkeit entwickelt, die Extreme zu begreifen und sie in höherer Weise miteinander in Verbindung zu bringen. Merkur als Vermittler zwischen höherem und niederem Denken bringt die Unterscheidung zwischen dem Selbst und dem Nicht-Selbst, zwischen Seele und Persönlichkeit, zwischen dem ICH und dem DU.

    Der esoterische Saatgedanke der Zwillinge lautet:

    „Ich erkenne mein anderes Selbst,
    und indem dieses schwindet,
    wachse und erglühe ich“

    Für den bewußt strebenden Menschen wird Venus immer mehr als esoterischer Herrscher in Erscheinung treten. Venus verhilft zur richtigen Auswahl aus den vielen Möglichkeiten, aus der verwirrenden Vielfältigkeit. Im Zwillings-Monat können wir lernen, uns auf das zu bescheiden, was zu uns gehört, was wichtig ist und unserem innersten Wesen entspricht. Wir dürfen uns nicht ablenken lassen von den vielen Dingen, die in unser Bewußtsein treten, sondern müssen uns auf das einstellen, was wesentlich ist, was uns persönlich zusagt, Das müssen wir aber erst herausfinden, indem wir zunächst mit Merkur alle Möglichkeiten ausprobieren, alles Wissenswerte aufsammeln. Mit Hilfe der Venus können wir die innere Qualität einer Sache oder eines Menschen erkennen und unsere Liebe auf das Wesentliche, das Wertvolle, das uns Gemäße konzentrieren. Wir können die richtige Auswahl treffen, uns sicher entscheiden und unsere Kräfte auf ein Ziel ausrichten.

    Polarität: Zwillinge / Schütze
    Denkachse

    In diesem Prozeß des Ringens um das Eigentliche, Wesentliche wird das gegenüberliegende Zeichen Schütze aktiv. In der Polarität des Fremden und Eigenen durchläuft der Zwilling immer wieder die Dualitäts-Erfahrung, wo er von Zweifel und Zuversicht hin- und hergeworfen wird.

    Zeitweise bekommt die Vernunft die Oberhand über die Empfindungen, und zeitweise wird der Intellekt stärker als das Gefühl. Das bringt etwas Unausgeglichenes, etwas Zwiespältiges in sein Wesen, in sein Auftreten und in seine Haltung „Himmelhoch jauchzend – zu Tode betrübt“ sind charakterisierende Stimmungen. Heute noch voller gläubigem Optimismus, morgen wieder voll niedergeschlagener Entschlußlosigkeit. Glücklicherweise sind beide Arten von Stimmungen nicht von langer Dauer, da das Wesen des Zwillings zu aktiv, zu beweglich ist und nach immer neuen Eindrücken verlangt. Er braucht immer Menschen um sich, und es ist schwer für ihn, alleine zu sein. Er braucht Aktivität, Bewegung und Betrieb; er kann nicht stillsitzen, und er wäre am liebsten an mehreren Orten zu gleicher Zeit.

    Der geistige Weg zum wahren Selbst verlangt aber ein Sich-Zurückziehen und Besinnen auf das Eigentliche, auf die innere Führung, die richtige Orientierung und Zielsetzung, die im gegenüberliegenden Zeichen Schütze verborgen liegt. Die Quellen reiner, geistiger Kraft darf er nicht in der Außenwelt suchen bei wichtigen, einflußreichen Persönlichkeiten, bei dem, was irgendeine Autorität oder irgendeine Institution gesagt oder was er in einem Buch gelesen hat, sondern bei seinem eigenen inneren Selbst. Dieses Suchen nach dem eigentlichen Sinn und Zweck zeichnet das Leben des geistig orientierten Zwilling aus.

    Die Dualität führt ihn auch oft auf Irrwege. Er findet unrechte Werte; er macht alles gleich, verliert den Maßstab, widmet sich falschen Dingen oder Personen, die außen mehr sind als innen, denen er vielleicht lange nachstrebt, ohne es zu merken. Andererseits ist er geneigt, sich selbst falsch einzuschätzen und sich lange etwas vorzumachen, bis er merkt, daß er nicht auf dem richtigen Weg ist. Dadurch wird die Selbsterfahrung, das Erkennen des wahren Selbstes eingeschränkt. Man neigt dazu, sich ständig zu rechtfertigen, zu glauben, man liege schon richtig. So wird der negative Schützegeist wirksam oder der „kalte Positivmus“, der zur Abwehr von Schuldgefühlen dient. Im Innern kann er sich aber nicht darüber hinwegtäuschen, wer oder was er wirklich ist.

    Im Zwillingsmonat haben wir alle mehr oder weniger mit dieser Polarität zu kämpfen. Sobald wir uns etwas vormachen und uns vor anderen zu verbergen suchen, verstecken wir uns auch hinter den eigenen Vorwänden. In der Begegnung mit anderen fürchtet man dann eine mögliche Ablehnung, ein Ausgeschlossenwerden. Als Zwilling möchte man aber überall dabei sein. Der Zwilling möchte angenommen, anerkannt und geliebt werden. Doch gerade im Umgang mit der Welt bleibt häufig jener Wesensanteil verborgen, der seine innere Wirklichkeit darstellt – jedenfalls solange er glaubt, sich nach anderen, nach einer gängigen Meinung richten zu müssen. Sobald er aber erkannt hat, daß es noch andere Möglichkeiten gibt als jene, die durch das kollektiv genormte Verhalten postuliert oder durch Modeströmungen bestimmt werden, fängt er an, seinem eigenen Denken und Urteilsvermögen zu vertrauen.

    Selbsterkenntnis

    Dazu braucht es aber den Mut zur Selbsterkenntnis, wobei man wenigstens zeitweise aus dem scheinbar sicheren Kollektiv-Denken aussteigen muß, um eigene Wege zu gehen. Dabei befällt den Zwilling häufig die Angst, ob er das wirklich darf, ob er das wirklich kann? Das dauert aber nicht lange, denn die Neugierde läßt ihn die Angst mehr oder weniger rasch wieder vergessen.

    Vor diesem Problem des Ringens um das Eigentliche, um wahre Selbsterkenntnis stehen wir alle. In gewissen Augenblicken erkennen wir uns wirklich selbst. Dann erschrecken wir, vielleicht ähnlich dem Erschrecken, wenn man seine eigene Stimme zum ersten Mal auf einem Tonband hört. Häufig erscheinen wir uns selbst fremd und unbekannt, weil wir glauben, das zu sein, was die Erziehung aus uns gemacht hat: jenes wohlangepaßte Menschenkind mit einem bestimmten Verhalten. Wir erkennen dann, daß wir nur „angepaßt“ sind und vielleicht weit entfernt von unserem eigentlichen inneren Wesen leben. Wir erkennen, daß all das angehäufte Wissen nicht zur Selbsterfahrung führt, sondern nur ein kläglicher Versuch ist, auf intellektuelle Weise der schmerzlichen Erkenntnis auszuweichen, daß unser Sein mit diesem Wissen nicht übereinstimmt. Selbsterfahrung wird nur möglich, wenn wir uns aussetzen, wenn wir das Wagnis auf uns nehmen, aus den kollektiven Denknormen, den vorgeschriebenen Verhaltensweisen auszusteigen, dann wird das gegenüberliegende Zeichen Schütze aktiv. Das verlangt aber auch den Mut, die wesensfremden Masken oder konditionierten Verhaltensweisen abzustreifen. Gerade der Zwilling identifiziert sich aus Unsicherheit oder innerer Unreife zu leicht mit dem, was auf ihn eindringt, mit den Eindrücken, mit den Meinungen und dem Wissen anderer Menschen. Er glaubt, daß er das alles selbst sein. So gleitet er allmählich in die Selbstentfremdung. Er lebt in einem sogenannten „Schein-ICH“, welches das andere Selbst darstellt, das er erkennen müßte als etwas, was außerhalb seines Innern ist und oftmals nichts mit seinem wirklichen Wesen zu tun hat. Wenn dann der Prozeß einsetzt, in dem er sich davon distanziert und löst, schwindet diese „Schein-ICH“. Sein Selbst wächst und erstrahlt im hellen Glanze, wie es im Saatgedanken heißt. Um ganz selbst zu werden, muß er sich von den kollektiven Über-ICH-Funktionen lösen, sie als etwas Wesensfremdes erkenne.

    Der Entwicklungsweg der Zwillinge

    So nur wird der Zwilling zum wirklichen Vermittler geistiger, reiner Qualitäten. Wenn er sich mit seiner inneren Quelle verbindet, wird er als Vermittler, als Mediator brauchbar. Esoterisch ist es die Synthese zwischen nüchternem Verstand und höchster geistiger Liebe, die er anstreben soll und die ihn aus seiner Dualität, seinem Gespaltensein befreit und zur Intuition und zur reinen Vernunft hinführt. Reine Vernunft ist, wie uns gesagt wurde, Liebe in höchster Vollendung. Aber der Weg zum Erreichen dieses Zieles ist gekennzeichnet durch Konflikte, Fehler, Kritik, Irrwege, Fremdeinflüsse.

    Konflikt ist auch das esoterisch-psychologische Element zur Weiterentwicklung. Harmonie durch Konflikt ist der Weg für das Zeichen Zwillinge. Der Konflikt entsteht durch die Gegenüberstellung der Gegensatzpaare und die Harmonie durch die Verschmelzung mit dem innersten Wesenskern, der Seele.

    Im Zeichen Zwillinge kann der geistig strebende Mensch bis zu einem gewissen Grade das richtig verstehen lernen, was wir den „Erkenntnismechanismus“ nennen, und zudem auch jene Lebensvorgänge, die den Menschen befähigen, schließlich das zu sein, was er wirklich ist. Durch seine Fähigkeit, sich gedanklich leicht in jede Richtung zu wenden und die vielen Gegensätze in der Erscheinungswelt zu unterscheiden und richtig einzuordnen, tritt der Götterbote in seiner wahren Wesensart in Erscheinung und wir fähig, die Extreme in höherer Weise miteinander zu verbinden.

    Hände und Arme

    Hände und Arme werden bekanntlich von Zwillinge beherrscht. Wenn wir diese als Symbol nehmen, dann benötigen wir immer beide Hände oder beide Seiten unseres Wesens, wenn wir arbeiten und wenn wir geistig tätig sind. Die linke Hand sekundiert und unterstützt immer die rechte Hand; sie arbeiten als Antagonismus und nicht als Gegensätze. Genauso ist es mit den Gegensätzen in uns selbst, zwischen Mensch und Umgebung, Seele und Persönlichkeit. Es geht auch hierbei um die Ergänzung, die Durchdringung, die Abrundung unseres Wesens. Durch die Integration der dreifachen Persönlichkeit wird das Gleichgewicht, die Mitte, errungen und gehalten; die Dualität oder Spaltung verschwindet, und der Mensch kommt zu einer Synthese, zu einer Ganzheit.

    Gleiches zieht Gleiches an

    Jeder kann in seinem Bewußtsein alle mit allen verbinden, sich selbst gleichschalten oder integrieren. Dies erfolgt aber nur, wenn die gleiche Schwingung herrscht, denn nur Gleiches zieht Gleiches an. Die gleiche Schwingungsrate kann ein uniformiertes, gleichgerichtetes Verhalten verursachen, das man im kollektiven Denken findet; aber es bringt auch die Anpassungsfähigkeit, die „bewegliche Synthese“ der Venus in Aktion. Venus als Selektivmechanismus zieht das ihr Gemäße an. Wenn wir uns auf sie einstellen, werden wir dahin geführt, wo das vorhanden ist, was wir brauchen, was mit uns harmoniert oder was uns ein Stückchen weiterbringt. Wir sind so immer gegenwärtig, auf den Augenblick ausgerichtet und sprungbereit, auf die richtige Gelegenheit wartend, um uns sofort darauf einstellen zu können.

    Der Prozeß der Gleichschaltung ist zweifach, wie ja auch alles im Zwillings-Zeichen der Dualität unterliegt. Entweder gehen wir hinaus in die Welt und suchen alles Mögliche zusammen in der Hoffnung, daß es uns nützen könnte; oder wir stehen in uns selbst sicher und fest, zuversichtlich wissend, daß das, was zu uns gehört, auch mit uns durch die Liebe verbunden wird oder verbunden ist. Eine gute Übung ist es, wenn wir die Dinge an uns vorüberziehen lassen und warten, bis das Objekt oder die Menschen in unseren Blickkreis treten, die wir brauchen, denen wir etwas geben, etwas zu sagen oder zu vermitteln haben.

    Horizontale und vertikale Ausrichtung

    Es gibt als stets zwei Verhaltensweisen beim Zwilling: Die horizontale Weise, in der er nach außen sich und seine Wünsche projiziert und in der Selbstentgrenzung lebt, und der Weg nach innen, durch den er weiß, was er braucht, und wählerisch nur noch das aussucht und verwendet, was wirklich wichtig und wesentlich ist, und was vielen anderen Menschen in ihrem Bemühen nach geistigem Wachstum weiterhelfen kann.

    In der horizontalen Entwicklung suchen wir immer das Gleiche, die Bestätigung in der Außenwelt, um Sicherheit zu erlangen, wenn wir voller Zweifel über uns selbst und über die Wahrheit sind. In der vertikalen Ausrichtung und Entwicklung richten wir uns nach dem aus, was wir selbst erkannt und erfahren haben. Dadurch kommen wir zu einer Synthese, zu einer Ganzheit, und rufen die Qualitäten des gegenüberliegenden Zeichens Schütze auf.

    Um diese Ganzwerdung zu erreichen, sollte man sich bemühen, die nach außen in die Mannigfaltigkeit strebenden Kräfte ins eigene Innere zurückzuziehen. So wie es im Zeichen Stier die Dankbarkeit war, die uns dabei geholfen hat, so ist es im Zeichen Zwillinge die Zuversicht und das Wissen, daß wir alles getan, alle möglichen Informationen und alles Wissen uns errungen haben, um vorbereitet zu sein für die höhere Erkenntnis, für das innere Licht, das aus unserem wahren Selbst kommt.

    Würden wir noch weiter sammeln und uns Wissen aneignen, das wir weder verwerten noch einordnen können, dann wäre die Welt für uns eine Summe, – und was würde und das nützen? Deshalb ziehen wir uns in unser Inneres zurück mit der Zuversicht, daß wir jetzt warten lernen müssen, bis das, was wir uns angeeignet haben, zur Reife kommt und wirksam wird. Wir wissen, daß unser Tun und all unser Streben Früchte bringt, in deren Genuß wir kommen werden, wenn wir auf „Empfangsstation“ gehen.

    Auf diese Weise richten wir uns vertikal anstatt horizontal aus. Wir schauen nach oben und warten. Alle Kräfte, die hektisch nach außen drängen, beruhigen sich. Wir wissen, daß wir nichts mehr tun müssen, weil wir bereits alles getan haben, weil wir gut vorbereitet sind. Wir wissen, daß unsere Bemühungen, unser aktives Tun eine Wirkung auslösen wird, und warten „Auf halbem Wege komme ich ihnen entgegen“ heißt es. Dies ist das Gesetz der Invokation und Evokation, das in Wirklichkeit das Große vermittelnde Prinzip in Bewegung setzt und in der Meditation angewendet wird. Wir müssen lauschen lernen auf unser Inneres, aber auch auf unsere Umwelt; wir müssen mit allen Sinnen Acht haben auf unsere intuitive Führung, damit wir im rechten Augenblick der Energie-Übertragung und der Inspiration wach sind, voll bereit, den Segen, das Wissen oder die Botschaft aufzunehmen.

    Wachsein und Synthese

    Diese Haltung des Wachseins, des Vollgegenwärtigseins, müssen wir auch im Leben kultivieren. Die innere Ausrichtung und Gleichschaltung mit unserer intuitiven Führung wird uns immer zur rechten Zeit am rechten Ort sein lassen. Dies ist bekanntlich das „timing“ des im Leben Erfolgreichen. Es ist das Zusammenknüpfen von Nachfrage und Angebot, von äußeren Gelegenheiten und inneren Bedürfnissen, sowie das beglückende Stattfinden von echten Begegnungen zwischen Menschen. Im beweglichen Zeichen Zwillinge finden also immer aktive Prozesse statt. Es bewegt oder ereignet sich immer etwas. Nichts ist hier statisch oder festgefügt. Es ist eine dynamische Anpassung, die erreicht werden muß.

    Begegnungsort

    Wir alle hier in unserer Gruppe wissen, daß im Stier-Vollmond Buddha seinen Segen an Christus übertragen hat. Jetzt im Zeichen Zwillinge findet eine weitere Übertragung statt: Die Erleuchtung, die Botschaft und der Segen werden an die Menschheit weitergegeben. Diese Botschaft wird in die Vielfalt menschlichen Bewußtseins, in die Masse und in das kollektive Denken einfließen und übertragen. Wir können heute bewußt daran teilnehmen.

    Bei der Zwilingsmeditation ist es wichtig zu wissen, daß wir uns auf die gleiche Schwingung bringen, innerlich an den Ort begeben müssen, an dem die Übertragung von Energien stattfinden kann. Wenn wir einmal die richtigen Menschen gefunden haben, dann machen wir uns auf den Weg zu ihnen, um sie zu treffen, genauso müssen wir in der Meditation unser Bewußtsein auf jene Ebene heben, auf der die Übertragung, die Begegnung oder die Vermittlung stattfindet. Das ist in Wirklichkeit die Gleichschaltung, die wir immer vor der Meditation machen. Immer geht es darum, daß man sich findet, daß man zusammenkommt, zur rechten Zeit da ist und sich vorbereitet auf das Kommende. Dadurch vereinen wir die Gegensätze, die Dualität. Dieser Treffpunkt, diese Gleichschaltung ist wichtig. Wir wollen uns heute bemühen, innerlich gemeinsam in unserem Bewußtsein diesen Übergabeort zu erreichen, um an der Übertragung von Energien, von Licht und Liebe teilzunehmen.

    Die Gleichschaltung

    Um nochmals zu wiederholen: Die Gleichschaltung findet immer vertikal und horizontal statt. Die äußere erreichen wir, indem wir unsere Mitmenschen und all die vielen, die noch vorhanden sind, erkennen. Wir verbinden uns mit ihnen in Liebe, nehmen sie an als Brüder und Schwestern, schalten uns gleich und wissen: Ich bin ein Mensch wie diese. Dann heben wir unser Bewußtsein nach oben, vertikal, und wissen, daß unsere Seele, unser höheres Selbst uns ebenfalls sucht und sich mit uns verbinden will. Die Seele ist genauso unterwegs wie wir, um uns zu finden, um uns zu begegnen. Im Zeichen Zwillinge kann die Begegnung stattfinden, denn hier erkennen wir unser anderes Selbst. Hier trifft man sich. Die Dualität wird zu einer beweglichen Synthese, weil es durch das Treffen und die Gleichschaltung zu einem Austausch, einer Berührung, einem Händedruck kommt.
    „Indem ich mein anderes Selbst erkenne, wachse und erglühe ich“ – deutet auf diesen Prozeß. Das andere Selbst schwindet, indem seine Substanz in uns überfließt und wir selbst zum inneren Leuchten werden.

    Das Verbindende

    Im menschlichen Leben findet der Austausch, die Gleichschaltung, die Synthese dadurch statt, daß wir über die Gegensätze von Gut und Böse hinauswachsen und das Verbindende, die Übereinstimmungen und den Sinn finden. Es bedarf Selbstkontrolle, ununterbrochener Bemühung und Pflege der Unterscheidungsgabe, der Weisheit, um auch aus den scheinbar schlechtesten Zuständen das Gute und Sinnvolle herauszufinden und die Gegensätze in eine funktionelle, sich ergänzende Einheit zu bringen. Wie zwei Liebende sich einander nähern, sich durchdringen, um eins zu werden, müssen die Gegensätze im Menschen sich ergänzen, abrunden, ja sogar lieben, was als „mystische Hochzeit“ in der geistigen Literatur geschildert wird oder als 3. Einweihung der Transfiguration (Verklärung). Und das kann man unter dem Einfluß der Zwillings-Qualität in sich selbst erleben.

    Wenn wir auf diese Weise mit dem Wesenhaften eins geworden sind, dann werden wir auch hinter jedem Menschen das wahre Selbst erfühlen. Unsere Erkenntnis und unsere Liebe werden ihm unwillkürlich zufließen. Dies geschieht durch das verbindende innere Selbst, das mit allen eins ist in dem Sinne: „Im Herzen eins sind alle Menschensöhne“.

    Verwertung der Zwillings-Qualität

    Wo immer wir uns in irgendeine Idee, Vorstellung, in Leid oder Isolation versteift haben, kann uns vor allem in diesem Monat, der relativierende Zwillingsgeist helfen, die Dinge auch einmal anders herum zu sehen. Der Zwilling sieht ja immer zwei oder mehr Seiten einer Angelegenheit. Das kann heilend und hilfreich sein, vor allem für diejenigen, die sich gerne als dramatischen Mittelpunkt ihrer Welt ansehen und bei jeder Gelegenheit in tragische Selbstverzweiflung fallen. Der Zwilling weiß, daß jede Medaille eine Kehrseite hat, und daß in allen Dingen auch etwas Positives steckt. Das wird er immer betonen und dadurch mithelfen, das Gleichgewicht in der Welt wiederherzustellen.

    Deshalb bietet sich uns heute eine besondere Gelegenheit, das uns Widerfahrene von einer anderen Seite her zu betrachten. So können wir vielleicht mehr Toleranz üben jenen gegenüber, die uns unrecht getan haben. Wir können uns mit ihnen aussöhnen und ihnen verzeihen, eine Aussprache herbeiführen und den Frieden wiederherstellen.

    Die herabströmende Zwillings-Qualität erlaubt uns heute auch durch ihre Beweglichkeit und Anpassungsfähigkeit, mit kristallisierten Zuständen aufzuräumen, alte Rechnungen zu begleichen, Fehler wieder gutzumachen, neu anzufangen in dem Sinne: „Siehe und ich mache alles neu“. Dadurch verbinden wir uns mit dem all-liebenden Christusgeist, mit dem gütigen Verstehen, das allen beweglichen Zeichen gemeinsam ist: Zwillinge, Jungfrau, Schütze und Fische. Auch die Zwillinge können alles verstehen, und zwar sowohl durch den Merkur wie auch durch die Venus. Zwilling erkennt die Vielfalt aller Möglichkeiten, und weiß, daß niemals alles nur schlecht ist.

    Ein alter Weisheitsspruch sagt: „ Je mehr man weiß, desto weniger urteilt man“. Mit diesem allesverstehenden Zwilling-Geist, mit dem liebenden Verstehen, wollen wir uns heute zum Zwilling-Vollmond verbinden und ihn auf alle Menschen ausströmen, mit denen wir in Verbindung kommen.

    Wir wollen die Kräfte des guten Willens wachrufen mit einer Bitte um Erleuchtung und Verstehen für jene, die Entscheidungen für die Menschen überall zu treffen haben.

    Dabei hängt der praktische Erfolg dieser geistigen Anstrengung von der Fähigkeit ab, das Licht und die Liebe, die man bereits in sich hat, zu vermehren, andere besser zu verstehen, guten Willen zu verbreiten, um so rechte menschliche Beziehungen in der Familie, in der Gruppe herzustellen.

    Heute machen wir entsprechend der Dualität des Zeichens Zwillinge zunächst eine meditative Übung der horizontalen und vertikalen Identifikation und vereinigen die beiden Wesenshälften da, wo sich diese beiden Linien kreuzen oder gleichgeschaltet sind im Wesensmittelpunkt, in der Mitte des Kreuzes.

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